Warum die besten Erkenntnisse nicht in geschlossenen Räumen entstehen
- Marina Krauer-Stöckli
- 14. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Vielleicht kennst du das: Du stehst vor einer grossen Frage in deinem Leben, suchst nach Klarheit oder einer Neuausrichtung – und starrst zu Hause die Wände an. Doch je mehr du nachdenkst, desto enger fühlt es sich an. Der Kopf blockiert, die Gedanken kreisen im Kreis.
Genau aus diesem Grund finden meine Coachings so unheimlich gerne in der freien Natur und in der Bewegung statt.
Erst vor Kurzem durfte ich wieder eine unglaublich intensive, fliessende und wunderschöne Coaching-Session erleben. Nicht in einem sterilen Praxisraum, sondern auf einem einfachen Feldweg. Und genau diese Session hat mir wieder einmal gezeigt, wie kraftvoll es ist, wenn wir die starren Boxen des Alltags hinter uns lassen.
In geschlossenen Räumen fühlen wir uns oft unbewusst „gefangen“ oder unter Leistungsdruck. Es gibt ein Gegenüber, einen Tisch, eine Uhr.
Draussen in der Natur fällt dieser Druck augenblicklich ab. Die Bewegung des Gehens kurbelt ganz automatisch den Denkprozess an und bringt blockierte Energien wieder in den Fluss.
Gehen, wenn es fliesst: Wenn der Klient im Redefluss ist, bewegen wir uns vorwärts. Die Schritte spiegeln die innere Dynamik.
Stehenbleiben, wenn es intensiv wird: Braucht ein Gedanke Raum oder fordert ein Gefühl die volle Aufmerksamkeit, bleiben wir einfach stehen. Mitten auf dem Weg. Der Prozess darf organisch atmen.
Erlaubnis statt Ablenkung: Manchmal wird es im Inneren so intensiv, dass das System ein Ventil braucht. Mein Klient begann während des Gesprächs, am Wegrand Grashalme zu zupfen. In einem geschlossenen Raum hätte man das vielleicht als „Ablenkung“ gewertet.
In der Natur ist es ein wunderbares, intuitives Werkzeug zur Selbstregulation. Alles darf da sein.
Intuition statt starrer Konzepte: Wenn Steine zu Stellvertretern werden
Als Coach stülpe ich dir kein starres System über. Ich hole dich genau dort ab, wo du gerade stehst – mit allem, was da ist. Und ich nutze das, was uns die Umgebung schenkt.
Als wir an einen Punkt kamen, der nach einer tieferen, systemischen Betrachtung verlangte, haben wir den Feldweg kurzerhand in unsere Bühne verwandelt. Ein paar gesammelte Steine wurden zu Stellvertretern für Personen und innere Anteile. In diesem eins-zu-eins Rollenspiel im Freien wurde das Komplexe plötzlich ganz einfach, greifbar und sichtbar.
Das ist die Harmonie der Extreme: Es darf tief und intensiv sein, und gleichzeitig bodenständig, leicht und spielerisch.
Die Kraft der stillen Sequenzen
Oft denken wir, ein Coaching sei nur dann effizient, wenn ununterbrochen geredet wird. Das Gegenteil ist der Fall. Die ruhigen Momente und die stillen Sequenzen, die wir auf unserem gemeinsamen Weg hatten, waren durch die Weite der Natur viel kürzer, intensiver und hocheffizient. Weil kein Raum die Stille erdrückt hat, konnte sie einfach wirken.
Dein Coaching als Liebeserklärung an dich selbst
Ich sehe mich als Coach nicht als unfehlbare Autorität. Ich bin deine Begleiterin auf Augenhöhe. Mein Herzens-Fokus ist es, dir einen Raum der absoluten Erlaubnis und Zugehörigkeit zu kreieren, in dem du dich in deiner Ganzheit und Wahrheit zeigen kannst.
Denn erst durch das tiefe Verständnis für dich selbst – indem du deine Schatten integrierst und deine inneren Extreme vereinst – entsteht das energetische Fundament für deine Expansion und für wahrhaftige Verbundenheit mit anderen.
Bist du bereit, deine Komfortzone zu verlassen und dich in Bewegung neu auszurichten?
Lass uns gemeinsam losgehen. Schritt für Schritt, in deinem ganz eigenen Tempo.





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